Die besten veganen Schokoladenmarken im Test: Geschmack vs. Nachhaltigkeit
Die besten veganen Schokoladenmarken im Test: Geschmack vs. Nachhaltigkeit
Vegane Schokolade ist längst aus der Nische raus. Nicht mehr nur „ohne Milch“, sondern mit Anspruch. An Kakaoqualität, an Transparenz. Und am Ende natürlich an Geschmack. Genau da wird es spannend: Wo passt beides zusammen, und wo klafft eine Lücke?
Kurze Einordnung
Wer vegane Schokolade kauft, entscheidet sich meist bewusst. Gegen Milchbestandteile. Oft auch gegen industrielle Massenware. Viele erwarten mehr als nur eine Zutatenliste ohne Laktose. Herkunft, Bio-Siegel, faire Bezahlung. Gleichzeitig soll sie schmecken. Punkt.
Hintergrund: Wie vegane Schokolade erwachsen wurde
Früher war vegane Schokolade oft dunkle Schokolade mit anderem Etikett. Heute ist das anders.
Seit etwa 2015 haben kleinere Manufakturen angefangen, pflanzliche Alternativen zu entwickeln, die nicht nach Verzicht schmecken. Haferdrink, Reis, Cashew, manchmal Kokos. Dazu ein stärkerer Fokus auf Bean-to-Bar-Produktion.
Ein paar Zahlen zur Einordnung:
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Rund 70 Prozent der weltweiten Kakaoproduktion stammen aus Westafrika
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Nur ein Bruchteil davon wird nach Fair-Trade-Standards gehandelt
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Bio-zertifizierter Kakao liegt je nach Quelle bei unter 10 Prozent
Vegane Schokoladenmarken positionieren sich hier oft klarer als konventionelle Hersteller. Nicht immer perfekt. Aber meist nachvollziehbarer.
Was im Test zählt: Kriterien jenseits der Zutatenliste
Geschmack
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Kakaointensität
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Mundgefühl (wichtig bei veganen Milchalternativen)
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Süße und Balance
Nachhaltigkeit
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Herkunft des Kakaos
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Bio- und Fair-Trade-Zertifizierungen
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Transparenz der Lieferkette
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Verpackung (Papier, Verbundstoffe, Recyclingfähigkeit)
Beides wurde gleich gewichtet. Keine reine Öko-Wertung. Keine Blindverkostung, aber ehrliche Eindrücke aus der Praxis.
Vegane Schokoladenmarken im Vergleich
iChoc
Stil: cremig, einsteigerfreundlich
Nachhaltigkeit: Bio, Fairtrade, klare Zutatenliste
iChoc ist oft der erste Kontakt mit veganer „Milch“-Schokolade. Haferbasis, gut verfügbar, moderater Preis. Geschmacklich rund, wenig Ecken. Wer von klassischer Vollmilch kommt, fühlt sich schnell zuhause. Nachhaltig solide, ohne besonders tief zu graben.
Typische Situation:
Supermarkt. Spontankauf. Keine große Entscheidung. Passt.
Vivani
Stil: klassisch, kakaobetont
Nachhaltigkeit: Bio, Fairtrade, deutsche Produktion
Vivani setzt stärker auf dunkle Profile. Weniger Süße, mehr Kakao. Die veganen Sorten wirken nicht wie Kompromisse, eher wie bewusste Rezepturen. Verpackung aus Papier und Zellulosefolie, nicht perfekt, aber durchdacht.
Zwischenfazit:
Nicht für jeden Tag. Aber für alle, die Schokolade ernst nehmen.
Zotter (vegane Linien)
Stil: experimentell, manchmal polarisierend
Nachhaltigkeit: direkter Kakaohandel, Bio, eigene Farm
Zotter ist eine Welt für sich. Geschmacklich mutig. Mal sehr gut, mal speziell. Nachhaltig gehört Zotter zu den transparentesten Herstellern im Markt. Direkte Beziehungen zu Kakaobauern, eigene Projekte vor Ort.
Praxisbeispiel:
Man kauft eine Sorte. Lernt etwas. Nicht immer entspannt, aber interessant.
Vego
Stil: nussig, sehr süß
Nachhaltigkeit: Bio, Fairtrade, Fokus auf Haselnüsse
Vego-Schokolade ist üppig. Großformatig, süß, nusslastig. Für viele ein Dessert-Ersatz. Nachhaltig ordentlich, geschmacklich eher Richtung Genussmoment als Analyse.
Ehrlich:
Man isst selten nur ein Stück.
Geschmack vs. Nachhaltigkeit: Gibt es einen Sieger?
Kurz gesagt: nein.
Aber klare Tendenzen.
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Maximaler Geschmack: iChoc, Vego
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Beste Nachhaltigkeit: Zotter
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Ausgewogenheit: Vivani
Die Entscheidung hängt davon ab, warum man vegane Schokolade kauft. Genuss. Haltung. Oder beides, je nach Tag.
Persönliche Einschätzung
Im Alltag greife ich meist zu Vivani oder iChoc. Einfach, weil sie verfügbar sind und konstant schmecken. Zotter kaufe ich gezielt. Wenn ich Zeit habe. Und Lust auf Neues. Vego eher selten, aber dann bewusst. Als Süßigkeit, nicht als Schokolade im engeren Sinne.
FAQ: Häufige Fragen zu veganer Schokolade
Ist vegane Schokolade automatisch nachhaltiger?
Nein. Vegan heißt nur ohne tierische Bestandteile. Nachhaltigkeit hängt von Kakaoherkunft, Anbau und Handel ab.
Warum ist vegane Schokolade oft teurer?
Kleinere Chargen, Bio-Zutaten, fairer Kakao und alternative Milchbasen kosten mehr. Massenproduktion fehlt oft.
Schmeckt vegane Schokolade anders als normale?
Ja. Meist weniger fettig, je nach Basis leicht getreidig oder nussig. Gute Marken gleichen das gut aus.
Welche pflanzliche Milch ist am besten?
Hafer ist am neutralsten. Reis sehr mild. Cashew cremig, aber teuer. Kokos polarisiert.
Gibt es vegane Schokolade ohne Zucker?
Selten. Es gibt Varianten mit Kokosblütenzucker oder Datteln. Komplett ohne Süße ist geschmacklich schwierig.
Wie erkenne ich wirklich fairen Kakao?
Direkter Handel, transparente Herkunft, klare Aussagen der Marke. Siegel helfen, ersetzen aber keine Infos.
Ist dunkle Schokolade immer vegan?
Meist, aber nicht immer. Milchbestandteile können enthalten sein. Zutatenliste prüfen.
Labels / Tags
vegane Schokolade, Schokoladen Test, nachhaltige Süßigkeiten, Fairtrade Kakao, vegane Ernährung, Bio Schokolade
Meta-Beschreibung
Vegane Schokoladenmarken im Vergleich: Geschmack, Nachhaltigkeit, ehrliche Einschätzung und FAQ für alle, die bewusst genießen wollen.